Wechseljahre, Vitamine und Spurenelemente

 

Wechseljahre und die Bedeutung von Vitaminen und Spurenelementen

Wenn der Zyklus unregelmäßig wird oder die Monatsblutung ganz ausbleibt, kommt es als erstes Anzeichen für die Wechseljahre zu Hitzewallungen. Die Hormonproduktion wird nach und nach eingestellt.

Zuerst sinkt der Progesteronspiegel  im Blut, ein paar Jahre später der Östrogenspiegel. Wenn der Progesteronspiegel sinkt, kann es zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Schwindel und Herzjagen kommen. Auch Wassereinlagerungen im Gewebe
(z. B. Brustspannungen) sind möglich.

Wenn die Eierstöcke immer weniger Östrogen produzieren, treten dann zusätzlich noch seelische Verstimmungen auf.Wenn sich der Körper an diesen Mangel gewöhnt und umgestellt hat, hören die Beschwerden meistens nach und nach auf. Gegen den natürlichen Verlauf der Hormonumstellung kann man natürlich nichts machen.
Allerdings kann diese Lebensphase für die betroffene Frau die Gelegenheit sein, sich vermehrt um die eigene Gesundheit mehr zu kümmern. Die Ernährung bietet dazu einen Einstieg. Hier gibt es fast bei jedem Menschen etwas zu verbessern.

 

Die Behandlung von Beschwerden der Wechseljahre mit Vitaminen und Spurenelementen

 Ein Mangel an Vitalstoffen kann mitverantwortlich für die Hitzewallungen sein. Unter dem Begriff Vitalstoffe fallen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Faserstoffe, Aromastoffe und Ballaststoffe.
Aus der orthomolekularen Medizin wissen wir, dass bei Hitzewallungen oft Vitamin E, Selen, Zink, Eisen, Vitamin B-Komplex, Calcium oder Vitamin D fehlen. Meistens sind es ein oder zwei Komponenten, die nicht im Gleichgewicht sind.

B1 ist wichtig für ein erfülltes Sexualleben und gute Nerven. Es verwertet das Eiweiß besser und hilft dadurch gegen Blähungen. Für Gewichtsreduzierung ist es ebenfalls hilfreich. „Man geht in den Keller, unten angekommen, weiß ich nicht mehr, was ich holen wollte.“ B1 ist wichtig für ein gutes Gedächtnis.

B2 normalisiert die Schweißbildung, hilft beim Fettabbau, wirkt sich positiv auf Haare und Nägel aus. Bei ausreichend B2 verspürt man Vitalität, geistige Frische und Ausgeglichenheit.

Vitamin B 3 ( Niacin ) senkt erhöhte Blutfettwerte, hilft bei PMS Symptomen und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. Niacin ist wichtig, wenn man sich „wie ausgebrannt“ fühlt.

B6 reguliert den Östrogenspiegel und hilft den Körper zu entgiften. Es reguliert den Blutzuckerhaushalt und hilft bei PMS Symptomen.

Pantothensäure wird auch das Schlankheits- und Vitalitätsvitamin genannt. Es kann bei Hitzewallungen helfen, verbessert die Bindegewebsstruktur.

Vitamin E lindert klimakterische Beschwerden. Es bewahrt die Hormone vor Zerstörung und unterstützt die gesunde Funktion der Geschlechtsorgane.

Selen ist wichtig für Dynamik, Schilddrüsenfunktion, Herz, Sauerstoffversorgung, Knochenaufbau und die Funktionsfähigkeit der Organe. Es wirkt darüber hinaus blutdrucksenkend. Es schützt vor oxidativen Schäden und verbessert die Fettverbrennung, den Grundumsatz, hilft Gewicht zu reduzieren und kann einer Verfettung der Gewebe vorbeugen.

Zink ist wichtig für die Bildung von Hormonen wie Adrenalin, Sexualhormone, Wachstumshormone, Bauchspeicheldrüsenhormone wie z. B. Insulin.

Kalzium ist der Bau- und Betriebsstoff für unseren Körper. Es erhält unsere Knochen, die Elastizität des gesamten Körpers, beruhigt die Schilddrüse und hilft bei Allergien. Bei hohem tierischem Eiweißanteil in der Nahrung steigen die Kalziumverluste. Außerdem übersäuert es unseren Körper. In Asien, wo die Menschen wenig bis keine Milchprodukte zu sich nehmen, weisen sie weniger Osteoporose auf. Es gibt viele Lebensmittel, die Kalzium enthalten z. B. grünes Gemüse, Nüsse. Kalzium und Vitamin D stehen in engem Zusammenhang und brauchen sich gegenseitig.

Vitamin D schützt vor Knochenentkalkung, indem es die Aufnahme und die Verarbeitung von Calcium in den Knochen fördert. Es ist wichtig für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und kann bei Nachtschweißbildung helfen. Es verbessert den Schlaf. Es hilft für eine ausreichende Wärmebildung, einen kräftigen Stoffwechsel, elastisches und kräftiges Bindegewebe (Schutz vor Krampfadern, Gebärmuttervorfall).

 

Wie kann die Ernährungsumstellung bei der Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen in den Wechseljahren helfen?

Ernähren Sie sich möglichst vollwertig und achten Sie bei Obst und Gemüse auf die saisonalen Angebote Ihrer Region und auf möglichst biologischen Anbau. Reduzieren Sie ihren Fleisch-  und Wurstkonsum. Achten Sie auf gute Öle ( Leinöl, Rapsöl, Olivenöl ) und essen Sie regelmäßig Fisch und Nüsse. Meiden Sie Fabrikzucker und Weißmehlprodukte. Verwenden Sie Steinsalz und trinken Sie ausreichend mindestens 1,5 l klares Wasser pro Tag. Damit haben Sie bereits viel für Ihr Wohlbefinden getan. Reichen diese Maßnahmen nicht, wäre eine Ernährungsberatung vielleicht für Sie hilfreich, wo speziell auf Ihre Bedürfnisse und Lebenssituation eingegangen wird.