Neues zum Reizdarmsyndrom – die FODMAP- Diät

 

Neues zum Reizdarmsyndrom – wie kann die FODMAP- Diät helfen?

Das Reizdarmsyndrom ist eine der am häufigsten in Deutschland behandelte funktionellen Darmerkrankungen; man geht heute von etwa 12 Millionen betroffenen Menschen aus.

Im Bereich der Ernährungstherapie wurde nun die so genannte FODMAP- Diät entwickelt.
Diese Ernährungsform verzichtet insbesondere auf ” Fermentierbare Oligo-, Di -und Monosaccharide and Polyole “.

Dabei handelt es sich um folgende Nahrungsbestandteile, die vermieden werden sollten:

  • Fruktose
  • Fruktane
  • Laktose
  • Galaktose
  • Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit und Maltit

 

Da diese Nahrungsbestandteile schlecht resorbiert werden, führen sie zur Gasbildung im Dickdarm, damit zu Blähungen mit Schmerzen und Missempfindungen sowie im Einzelfall auch zu durchfallartigen Stuhlentleerungen.

 

Welche Nahrungsmittel sind reich an FODMAPS und daher beim Reizdarmsyndrom nicht gut geeignet?

 

  • Nahrungsmittel mit zuviel Fruktose ( Äpfel, Mango, Birnen, Früchte in Dosen, Wassermelonen, Trockenfrüchte, Honig)
  • Laktosereiche Nahrungsmittel ( Kuhmilch, Ziegenmilch, Schafsmilch, Vanillesaucen auf Milchbasis, Käse )
  • Fructanreiche Nahrungsmittel sind überwiegend pflanzliche Gemüse und Cerealien, die ergänzend zur Stärke ein Speicherkohlenhydrat für die  Pflanzen sind. Sie sind chemisch aus lauter Fruktose- Molekülen aufgebaut ( Artischocken, Rote Beete, Broccoli, Rosenkohl, Kohl, Aubergine, Dill, Knoblauch, Lauch, Porree, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Getreide, Apfelmus, Khaki- Früchte, Datteln, Wassermelonen, Chicoree ).
  • Galactanreiche Gemüse sind galaktosereiche Hemi- Cellulosen ( Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Sojabohnen )
  • Polyolhaltige Süßungsmittel  und Früchte ( sie enthalten die Zuckeraustauschstoffe Isomalt, Mannit und Sorbit ), worauf viele Mensche sehr empfindlich reagieren ( Äpfel, Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, Melonen ).

Bei der vorliegenden Liste hat man den Eindruck, man könnte gar nichts mehr essen. Daher ist es sinnvoll, eine individuelle Ernährungsberatung mit probeweisem Weglassen einiger Lebensmittel durchzuführen.

 

Diese Nahrungsmittel sind arm an FODMAPS und daher für die FODMAP- Diät  bei Reizdarmsyndrom gut geeignet

 

  • Fruktose- und Fruktanarme Obstsorten ( z.B. Bananen, Beerenfrüchte, Zitrusfrüchte, Papaya, Mango, Kiwi, Honigmelone )
  • Fruktanarme Gemüsesorten ( z.B. Sprossen, Endivien, Kopfsalat, grüne Bohnen, Oliven, Spinat, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Rüben, Paprikaschoten, Gewürze )
  • Getreide ( Glutenfreie Zubereitungen, Hirse, Reis, Hafer, Kichererbsen, Linsen )
  • Milchprodukte ( z.B. laktosefreie Milch, Hafermilch, Reismilch, Sojamilch, Hartkäse, Sorbets als Eis, Olivenöl, Tofu)
  • Süßungsmittel ( Zucker, Zuckersirup, Ahornsirup, Melasse, Rübensirup)

 

In meiner ganzheitlichen Arztpraxis für Allgemeinmedizin und Homöopathie praktiziere ich seit Jahren ein ganzheitliches Konzept der Behandlung des Reizdarmsyndroms mit individueller Vorgehensweise.

Näheres siehe unter Reizdarmsyndrom.