Männergesundheit

Männergesundheit – der gesunde Mann – vital bis ins hohe Alter

Seit einigen Jahren schenkt die medizinische Forschung dem Altern des Mannes (Aging Male) mehr Aufmerksamkeit.
Bei Frauen wird der Beginn der Wechseljahre im allgemeinen durch das Ausbleiben der Monatsblutung klar definiert. Bei Männern gibt es über den Zusammenhang von Alterungsprozessen und Hormonen noch immer Unklarheiten. Die Auswirkungen zu niedriger Hormonspiegel auf Körper und Psyche des Mannes sind kaum ausreichend untersucht. Tatsache ist, dass sie für das körperliche, seelisch- geistige und sexuelle Wohlbefinden eine entscheidende Rolle spielen.

 

Faktoren, die die Männergesundheit beeinträchtigen

  •  Erschöpfung, Gereiztheit
  •  Nachlassende Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit
  •  Zunahme des Bauchfettes ( „ Bierbauch „ – „ Rotweinbauch „ )
  •  Erschlaffung und Rückbildung der Muskeln
  •  Nachlassen sexueller Lust und der Potenz
  •  Rücken- und Gliederschmerzen
  •  Haarausfall, Glatzenbildung
  •  Nachtschweiß
  •  Schlafstörungen

Gleichzeitig sehen sich Männer extrem hohen Anforderungen im Arbeitsleben ausgesetzt, ein Mangel an Leistungsfähigkeit kann vorzeitig zum Jobverlust beitragen. Nach Trennung von der ersten Ehefrau steht in dieser Lebensphase oft eine zweite Familiengründung an, meist mit einer wesentlich jüngeren Frau, die den Mann mit finanziellen, sexuellen Ansprüchen und Kinderwunsch konfrontiert.
Und obwohl Männer die oben beschriebenen körperlichen Veränderungen bemerken, verdrängen sie sie in der Hektik des Alltags.
Sie nehmen statistisch gesehen kaum Vorsorgeuntersuchungen wahr und gehen überhaupt viel seltener zum Arzt als Frauen.

 

Dabei kommt es oft unbemerkt zu einer Reihe von schwerwiegenden und behandlungsbedürftigen Erkrankungen:

  •  Diabetes mellitus
  •  Fettstoffwechselstörungen
  •  Hoher Blutdruck
  •  Koronare Herzkrankheit
  •  Bandscheibenvorfall
  •  Krebserkrankungen, besonders der Prostata und des Dickdarms
  •  Osteoporose

 

Wann beginnen die Beschwerden des älter werdenden Mannes und welche Ursachen haben sie?

Die Beschwerden setzen nicht plötzlich, sondern nach und nach ein. Weil es so große individuelle Unterschiede zwischen den Männern gibt, dachte man noch bis vor kurzem, dass kein direkter Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Hormonhaushalt des Mannes besteht.

Heute weiß man:

Die Androgen ( männliche Geschlechtshormone )- Produktion findet beim Mann zu 95% im Hoden und zu 5 % in der Nebenniere statt. Der Abfall des Testosteronspiegels geht allmählich vor sich. Der Spiegel des Testosterons sinkt ab dem 40. Lebensjahr jährlich um etwa 1,2 % ab. Das sind Durchschnittswerte, bei einem 70 jährigen Mann erreicht der Androgenspiegel etwa 2/3 des Wertes junger Männer.

Das für Männer ebenfalls wichtige DHEA sinkt bereits langsam ab dem 25. Lebensjahr ab. Es wird in der Nebenniere produziert und ist vor allem wichtig für den Schutz vor Arteriosklerose, für ein aktives Immunsystem, für die geistige Fitness und den Schutz vor Depressionen. Es verbessert den Insulinstoffwechsel und schützt vor Diabetes.

Die große Gruppe der Männer zwischen 45 und 65 weisen einen Teil der oben genannten Befindlichkeitsstörungen auf. Welche dieser Veränderungen direkte Folgen eines Hormonmangels sind und welche hormonunabhängig auftreten, kann nur durch eingehende medizinische Untersuchungen und Labortests abgeklärt werden.

So wird Männergesundheit und die Abweichungen davon definierbar und positiv beeinflussbar.

 

Welche praktischen Empfehlungen kann ich Ihnen geben?

Wenn Sie bei sich erste Anzeichen für körperliche Erschöpfung, nervliche Überlastung und / oder nachlassende sexuelle Vitalität wahrnehmen, nehmen Sie es bitte zum Anlass, sich mal gründlich durchchecken zu lassen:

  •  Gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung
  •  Labortests auf Stoffwechsel und Hormonhaushalt ( z.B: Testosteron, DHEA, Schilddrüse )
  •  Ruhe- und Belastungs- EKG, Ultraschall der Bauchorgane
  •  Urologische Untersuchung mit PSA- Bestimmung ( Tumormarker zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms )
  •  Ab dem 50. Lebensjahr eine Darmspiegelung zur Früherkennung des Dickdarmkarzinoms
  •  Eine Untersuchung beim Hautarzt
  • Ab dem 60. Lebensjahr Testung auf Osteoporose ( DXA- Messung )

 

Was folgt aus den gewonnenen Untersuchungsergebnissen?

Das ist natürlich im Einzelfall sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen sieht die Basistherapie wie folgt aus:

  •  Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion, Ausreichendes Trinken
  •  Reduktion des Alkoholkonsums, Rauchen aufgeben
  •  Regelmäßig Ausdauersport
  •  Individuelle Substitution von Defiziten der Spurenelemente, v. a. Selen und Zink

Profitieren Sie von meiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Gesundheitsmedizin und Prävention sowie  den umfassenden Therapiekonzepten zum Thema Männergesundheit, die sich in meiner Praxis vielfach bewährt haben.