Ganzheitliche Krebsvorsorge

 

Was bedeutet ganzheitliche Krebsvorsorge?

Aus meiner ärztlichen Sicht und jahrzehntelangen Erfahrung mit Patienten, die eine Krebserkrankung haben oder hatten,  geht eine wirklich  ganzheitliche Krebsvorsorge weit über die von den Krankenkassen angebotenen standartisierten Krebsvorsorgeprogramme hinaus.
Die Tatsache, dass immer mehr Menschen, auch in jüngeren Jahren an Krebs erkranken, sollte zu dem Konzept einer umfassenden Krebsvorsorge führen. Im Grunde müsste diese bereits im Kindes- und Jugendalter beginnen.

Mein Konzept der ganzheitlichen Krebsvorsorge umfasst folgende Punkte:

 

Im Folgenden führe ich die einzelnen Aspekte genauer aus ( weiterlesen auf den Unterseiten )

 

Vorbeugung und ganzheitliche Therapie von chronischen Krankheiten –  die ganzheitliche Erhebung der Krankengeschichte – Anamnese

In meiner ärztlichen Praxis für Ganzheitsmedizin und Prävention wird bei neuen Patienten eine sehr genaue Erhebung der Krankengeschichte seit Geburt unter der Berücksichtigung der Krankheiten und Todesursachen in der Herkunftsfamilie durchgeführt.
Diese Anamnese braucht wirklich Zeit und dauert daher 1  1/2 Stunden.

 

Wichtige Bestandteile der Befragung sind:

  • Krankheiten seit Geburt, chronologisch aufgelistet
  • Aktuelle Beschwerden
  • Schon lange bestehende Beschwerden
  • Bisherige Therapie und deren Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und das Befinden
  • Einnahme von Medikamenten – allopathisch – homöopathisch- phytotherapeutisch – orthomolekular
  • Kinderkrankheiten
  • Impfungen- Bluttransfusionen- Desensibilisierung von Allergien- Behandlung mit Seren, Immunglobulien- Behandlung mit monoklonalen Antikörpern
  • Operationen
  • Lang dauernde Verluste physiologischer Körpersäfte ( Blut, Stuhl, Schweiß, Muttermilch ) und deren Auswirkungen auf die Gesundheit
  • Krebserkrankungen
  • Akute Infektionen – Chronische Infektionen – Chronische Entzündungskrankheiten ( Niere, Blase, Darm, Gelenke )
  • Autoimmunerkrankungen ( Hashimoto , Rheuma, Hepatitis, Kollagenosen )
  • Schwere psychische und körperliche Traumen und ihre Folgen
  • Inadäquate Lebensweise ( Ernährung, Schlaf, Genussmittelabusus, Bewegungsmangel )
  • Chronische psychische Erkrankungen
  • Soziale Anamnese
  • Familienanamnese

 

Aufgrund dieser präzisen und detailgenauen Anamnese wird sowohl dem Patienten als auch mir als Ärztin klar, welche Zusammenhänge die in den verschiedenen Lebensaltern aufgetretenen Krankheiten haben und dass es in den meisten Fällen kein Zufall ist, welche Krankheiten aufeinander folgen und sich gegenseitig beeinflussen.

Dazu ein Beispiel:

  • Ein neugeborenes Mädchen bekommt am 4. Lebenstag eine Tuberkuloseimpfung; in der Folge bekommt sie trotz Stillen ständige Mittelohrentzündungen, die jeweils mit Antibiotika behandelt werden.
  • Ab dem  Kindergartenalter kommen häufige eitrige Mandelentzündungen dazu, die Tonsillen vergrößern sich, verlegen die Atemwege, das Kind hört schwer. Daraufhin wird eine Operation mit Entfernung der Nasenpolypen, Einlegung von Röhrchen und eine Mandelentfernung durchgeführt.
  • Nach einem Jahr bekommt sie zum Erstaunen aller eine schwere Allergie gegen Pollen und Tierhaare ( bisher in der Familie keine Allergien bekannt); es wird dann eine 3- jährige Desensibilisierung begonnen.
  • Die Allergien werden trotz Desensibilisierung nicht besser, im Gegenteil: das Kind wird anfällig für asthmatische Bronchitiden, die ganzjährig auftreten und jeweils mit Antibiotika behandelt werden. Die Eltern sind besorgt, weil das Kind immer länger braucht, um gesund zu werden.
  • Da es sich um ein Mädchen handelt, dann ist es im Regelfall bis zur Pubertät umfänglich geimpft inclusive der HPV -Impfung.
  • Beim ersten Freund und ersten Verkehr bekommt sie eine heftige Blasenentzündung, die chronisch wird.
  • Wegen starker Periodenschmerzen empfiehlt der Frauenarzt die Pille, die sie am besten durchgehend nehmen sollte, um eine Blutung mit Schmerzen zu vermeiden; außerdem sei es ja praktischer, auf Reisen und beim Sport die lästige Periode auszuschalten.
  • Im Alter von 23 Jahren bekommt sie ein Pfeiffersches Drüsenfieber ( Mononukleose );  es ist ein schwerer Verlauf mit Leber- und Milzvergrößerung, sie braucht fast ein halbes Jahr, um sich zu erholen. In dieser Zeit ist sie nicht in der Lage, ihr Studium fortzusetzen.
  • In der Folge kommt es immer wieder zu Reaktivierungen der Mononukleose mit lange anhaltendem Fieber und Schwäche.
  • Nach der ersten Schwangerschaft, die ihr kräftemäßig sehr zusetzt, entwickelt sich kurz nach der Entbindung eine Autoimmunerkrankung, die Hashimoto- Thyreoiditis.
  • Für eine sichere Verhütung wird ihr eine Hormonspirale eingesetzt, damit hat sie in den nächsten Jahren keine Periode.
  • Mit dem Eintritt der Wechseljahre bekommt sie einen Brustkrebs.

 

Welche Struktur steht hinter dieser Krankengeschichte, die ich fast wöchentlich in meiner Praxis erhebe?

  • Die Tuberkuloseimpfung setzt eine lymphatische Belastung mit hoher Infektneigung in Gang ( häufiger Grund: Tuberkulose in der Herkunftsfamilie, auch wenn dies 1-2 Generationen zurückliegt  )
  • Die Infektionen werden durch Antibiotika unterdrückt, die Anfälligkeit damit nicht ausgeheilt
  • Chronisch entzündete Organe werden herausoperiert
  • Es kommt dadurch zu einer Verschiebung der Immunschwäche auf die allergische Ebene
  • Die Allergie wird durch Desensibilisierung unterdrückt
  • Impfungen können die Immunlage weiter instabil werden lassen
  • Die Empfänglichkeit für bakterielle Infektionen, die chronisch werden, steigt an
  • In der Familie gibt es sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits viele Krebserkrankungen; bei dem jetzt ohnehin schon geschwächten Immunsystem steigt nach meiner Erfahrung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Pfeifferschen Drüsenfiebers stark an.
  • Eine Schwangerschaft kann bei derart vorbelasteten Frauen die Konstitution nachhaltig schwächen.
  • Es kommt erneut zu einer Verschiebung der Immunschwäche, diesmal auf die noch gravierendere Ebene der Autoimmunerkrankungen.
  • Wenn die Frau schon in der Pubertät und nun im geschlechtsreifen Alter ihre Periode durch Verhütungsmaßnahmen vollständig unterdrückt, dann tritt nach meiner Beobachtung zum Eintritt der Wechseljahre nicht selten eine Krebserkrankung auf, also Verschiebung der Immunschwäche auf die Ebene der bösartigen Erkrankungen.

Für meine Patienten ist es oft ein erstaunlicher und auch schmerzhafter Erkenntnisprozess, wenn sie durchschauen, wie sich ihre Krankengeschichte ( stark beeinflusst durch die Krankheitstendenzen in der Herkunftsfamilie ) seit ihrer Kindheit entwickelt haben.

Basierend auf diesem ganzheitlichen Krankheitsverständnis wird dann ein gemeinsames langfristiges Therapiekonzept erarbeitet.

 

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