Fibromyalgie – Diagnose – Therapie

Definition Fibromyalgie

Bei der Fibromyalgie handelt es sich um ein generelles Schmerzsyndrom im Bereich der Muskeln und Sehnen (generalisierte Tendopathie). Die Symptomatik der Fibromyalgie verläuft oft schubweise.
Nach den bisherigen Forschungen gibt es keine organische Pathologie bei dieser Erkrankung.
Auffällig oft klagen die Betroffenen auch über die folgenden Beschwerden:

  • Kälte und Schwitzen der Hände
  • Kreislaufstörungen
  • Nervöses Händezittern
  • Taubheitsgefühle
  • Periodenschmerzen
  • Funktionelle Herzbeschwerden
  • Reizdarm
  • Kloßgefühl im Hals
  • Schlafstörungen
  • Tagesmüdigkeit- Zerschlagenheit

Fragen zum Phänomen Fibromyalgie

  • Ist es eine eigenständige Krankheit ?
  • Ist es für die Medizin nicht einheitlich definierbar?
  • Ist es ein Endresultat verschiedener psychischer und neurohormoneller Störungen?
  • Ist es eine Frauenkrankheit?

Heutzutage leiden viele Menschen unter Beschwerden, die der Fibromyalgie sehr ähnlich sind:

  • Kopfschmerzen
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Colon irritabile
  • Chronische depressive Erschöpfungszustände

Diagnose und Differenzialdiagnose der Fibromyalgie

Um ganz sicher zu sein, dass es sich um eine Fibromyalgie handelt, müssen folgende Krankheiten ausgeschlossen werden:

  • Schilddrüse
  • Arthrose
  • Rheuma – Weichteilrheuma
  • Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen
  • Chrronische Viruskrankheiten wie EBV, Cytomegalie
  • Borreliose

 Was sind die Auslöser der Fibromyalgie- Beschwerden?

  • Veränderte Schmerzempfindung im Gehirn
  • Störung in der Produktion von Stresshormonen der Nebenniere
  • Druck, Nässe, Kälte, Lärm
  • Schmerzempfindlichkeit sehr hoch, subjektiv sehr beeinträchtigt
  • Chronische psychosoziale Belastungen, negative Kindheitserfahrungen

 

Ganzheitliche Betrachtung- wie entwickelt sich eine Fibromyalgie?

Erstes Stadium- Übersäuerung
  • Entstehung einer generellen Übersäuerung im Bindegewebe mit Verschlackung auch der Sehnenansätze ( Azidose der Gewebe und beginnende Azidose der Zellen )
  • Es können sich bereits jetzt die typischen Druckschmerzen und diffuse Rückenschmerzen entwickeln.
 Zweites Stadium- Gestörte Darmfunktion – gestörte Leberentgiftung
  • In der ganzheitlichen Untersuchung des Patienten findet man eine zunehmende Dysfunktion des Darmes; Entzündungen der Darmschleimhaut begünstigen die Entstehung von Nahrungsmittel- Unverträglichkeiten, einem Ungleichgewicht der Bakterienflora ( Symbiosestörung) und eine zunehmende Aufnahme und Einlagerung von Schwermetallen, Pestiziden, etc. in das Bindegewebe, was die Übersäuerung noch verstärkt.
  • Durch die Selbstvergiftung vom Darm aus ( intestinale Autointoxikation ) gelangen immer mehr Schadstoffe in die Leber. Die Leber ist dann in ihrer Entgiftungsleistung mehr und mehr überfordert und die zeitgerechte komplette Entgiftung des Körpers ist nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet.
 Drittes Stadium- Störung des Immunsystems- Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens:
  • Infektanfälligkeit
  • Darmmykose
  • Anfälligkeit für chronische Viruserkrankungen ( Herpes, Epstein- Barr- Virus, Cytomegalie )
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und erhöhte Schmerzempfindlichkeit können sich schleichend entwickeln
 Viertes Stadium- Langzeitfolgen:
  • Die Negativspirale der oben beschriebenen Prozesse führt zu Mineralmängeln, einer Anhäufung freier Radikaler im Körper, die für eine Funktionsstörung der „ Kraftwerke der Zellen“, den Mitochondrien sorgen.
  • Dadurch sinkt die Energieproduktion und Bildung von energiereichen Phosphaten wie ATP; alle Körperzellen inklusive der Gehirnzellen ab.
  • Dadurch kommt es zu einer mangelnden Ausschüttung und Koordination von Botenstoffen ( Neurotransmittern ) im Gehirnn, z.B. zum Serotoninmangel. Fehlendes Serotonin führt zu depressiver Verstimmung und erhöhter Schmerzempfindlichkeit.
  • Chronischer Stress und chronischer Schmerz führen über eine Erschöpfung der Nebenniere zu einem Cortisol-, DHEA –und Adrenalinmangel.

 

Ganzheitliche Diagnosestellung bei Fibromyalgie

Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Eigenanamnese
  • Psychosoziale Anamnese
  • Berufsanamnese
  • Familienvorgeschichte
  • Homöopathische Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
 Labordiagnostik  – Diagnosepanele speziell für Fibromyalgie
  • Großes Rheumaprofil
  • Profil Neurotransmitter
  • Schilddrüse
  • B- Vitamine, Selen, Magnesium
  • Co- Enzym Q 10
  • Untersuchung auf  Borrelien- Epstein- Barr- Virus- Cytomegalievirus
  • Immunprofil
  • Säure- Basen- Test nach Sander

 

Therapie der Fibromyalgie

Therapie in der Naturheilkunde- Physiotherapie
  • Kälte- oder Wärmetherapie:
  • Eisauflagen, Eiskammer
  • Wärmeauflagen
  • Infrarotkabine
  • Körperliches Ausdauertraining
  • Fußreflexmassage- Lymphdrainage
  • Einreibungen mit schmerzlindernden Salben ( z.B. Traumaplant )
 Therapie in der Naturheilkunde- Medikamentöse Therapie
  • Magnesium
  • 5- Hydroxytryptophan wird zu Serotonin verstoffwechselt
  • Omega- 3- Fettsäuren
  • L- Carnitin
  • Gingkopräparate
  • Co- Enyzm Q 10
  • Thymus- Milztherapie
  • Basen- und Mineralstoff- Infusionen
  • Vitamin- C- Infusionen
  • Infusionen mit Alpha- Liponsäure
  • Phytotherapeutika der Firma CERES
  • Potenziertes Adrenalin
 Therapie in der Ernährungsmedizin
    • Moderne Mayr- Medizin
    • Entgiftungsdiät
 Psychologische Therapie- Ansätze
    • Gesprächs – Psychotherapie
    • Familientherapie -Systemische Therapie
    • Heilhypnose
    • Autogenes Training – Jakobson- Training
    • Yoga

 

Trotz der Schwere der Krankheit, des Leidensdrucks und der Chronizität der Beschwerden ist es einen Versuch wert, mit den oben
beschriebenen Möglichkeiten der Naturheilkunde eine Besserung der Symptome zu erreichen und die Lebensqualität zu verbessern.