Der Säure- Basen- Test nach Sander

Der Säure- Basen- Test nach Sander – eine Methode zur Erfassung des Säure- Basen – Haushaltes

Der Forscher Friedrich Sander hat schon 1953 eine Methode entwickelt, um die Grad der Übersäuerung im menschlichen Körper festzustellen und gleichzeitig zu ermitteln, wieviel Pufferkapazität da ist, um Säuren zu neutralisieren und auszuscheiden.

Zu diesem Zweck müssen an dem Tag der Messung 5 Urinproben um 6.00, 9.00, 12.00, 15.00 und 18.00 Uhr gesammelt werden. Im Labor werden dann neben der Messung des pH – Wertes noch die Messzahlen für die Pufferkapazitäten, der so genannte Aziditätsquotient berechnet und in Form einer Messkurve als Tagesprofil dargestellt.

Bei einem Stoffwechselgesunden wird man beim Säure- Basen- Test nach Sander in etwa folgendes Profil erhalten:

  • Im ersten Morgenurin um 6.00 Uhr werden die in der Nacht im Stoffwechsel produzierten Säuren nun ausgeschiden.
  • Jede Mahlzeit bei einem 3- Mahlzeiten- Rhythmus erzeugt durch die Aktivierung der basischen Verdauungssekrete aus Dünndarm, Leber und Bauchspeicheldrüse ein so genanntes „Basenfluten“, bei dem dann der Urin gegen 9.00 und 15.00 basisch wird.
  • Gegen 18.00 Uhr ergibt sich wieder ein Säureüberschuss, der sich durch die nachmittags ablaufenden Stoffwechselprozesse erklären lässt.
  • Das bedeutet, dass ein gesunder Mensch einen physiologisch abwechselnden Rhythmus von Säure- und Basen- Ausscheidung zeigt.
  • Wenn der Urin nur basisch wäre, dann hätte die Niere keine Möglichkeit, immer anfallende Säuren aus den Organen und dem Bindegewebe auszuscheiden.

Patienten mit einem gestörten Säure- Basen- Haushalt reagieren dann mit
einer Säure- oder Basenstarre.

Mit dem im Labor Dr. Bayer in Stuttgart durchgeführten Test hat der Arzt eine klare Handhabe, gezielt mit verschiedenen Methoden gegen die Gewebs – oder Organazidose vorzugehen.

Die ergänzende Mineralstoffanalyse der Vollblutes deckt einen Mangel an den Mineralien auf, die auf die Säure- Basen- Regulation einen besonders wichtigen Einfluss haben, also Zink, Magnesium, Calcium und Kalium.

Die Substitution mit diesen Mikronährstoffen füllt vor allem die Defizite intrazellulär auf, sodass auch in der Zelle angesammelte Säuren ausgeschieden werden und den Zell- Energiestoffwechsel nicht länger lahm legen.