Bluthochdruck – Ganzheitliche Therapie

Bluthochdruck – eine Volkskrankheit

Etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland sind in regelmäßiger ärztlicher Behandlung und nehmen Medikamente gegen den Bluthochdruck ein. Da es eine große Anzahl Menschen gibt, die nicht wissen, ob sie Bluthochdruck haben, sollte beim Arztbesuch die Blutdruckmessung auch bei anderen Beratungsanlässen durchgeführt werden ( zum Beispiel auch beim Frauenarzt im Rahmen der Krebsvorsorge ).

Wenn der Bluthochdruck einmal entdeckt wurde, sollte auf jeden Fall eine kardiogische Untersuchung veranlasst werden, um festzustellen, ob der Bluthochdruck bereits Organschäden verursacht hat ( Herzvergrößerung, Herzklappenfehler, Verkalkungen der Herzkranzgefäße oder der Halsschlagadern ).
Ebenso müssen weitere Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen ermittelt werden:

  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Gicht
  • Bewegungsmangel
  • Familiäre genetische Belastung mit Herzinfarkt, Bluthochdruck und Schlaganfall ( vor dem 60. LJ )

Wenn nun die gesundheitliche Situation des Betroffenen genau untersucht wurde, stellt sich die Frage nach der passenden Therapie.
Die Empfehlungen der Schulmedizin umfassen im wesentlichen:

  • Die Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten
  • Die Behandlung vorliegender Begleiterkrankungen wie oben beschrieben
  • Die regelmäßige Überwachung der Blutdruckeinstellung

Bluthochdruck – Ganzheitliche Therapie

Die ganzheitliche Therapie des Bluthochdrucks wird mittlerweile von vielen Ärzten in Deutschland praktiziert und – was dabei besonders wichtig ist – auch an Universitäten wie der Charité in Berlin durch Professor Michalsen- wissenschaftlich untersucht.
Viele Patienten möchten heute aktiv an einer Verbesserung ihrer Gesundheit mitarbeiten– was natürlich gerade für die großen Volkskrankheiten gilt, die man jahrelang nicht merkt (sie “tun nicht weh”), die aber schwere gesundheitliche Folgen haben können.

Das Zauberwort für die Ganzheitliche Behandlung der chronischen Krankheiten wie der Bluthochdruck heißt
Lebensstilveränderung.

Daher nun ein ganzheitliches Therapiekonzept für den Bluthochdruck, der die folgenden Möglichkeiten umfasst:

  • Medikamentöse Blutdrucksenkung wie vom Hausarzt, Internisten oder Kardiologen empfohlen; regelmäßige ärztliche Kontrollen
  • Blutdruckselbstmessung
  • Wichtig: Blutdruckmedikamente niemals eigenständig dosieren oder gar absetzen! Im Verlauf der ganzheitlichen Bluthochdruckbehandlung kann es besonders bei mildem Hochdruck zu einer langsamen Senkung deds Blutdrucks kommen, sodass Medikamente nach Absprache mit dem Arzt vorsichtig ausgeschlichen werden oder im besten Fall ganz abgesetzt werden.
  • Ernährung:langsame Gewichtsreduktion von 1kg pro Monat und das dann halten! Jedes Kilogramm weniger hat eine Senkung des Blutdrucks um 1 – 2mm Hg zur Folge.
    Mittelmeerdiät mit den Schwerpunkten Obst, Gemüse, Salat, Olivenöl, Seefisch, gesäuerte Milchprodukte, frische Kräuter, Knoblauch, wenig Fleisch und Eier.
    Salzkonsum einschränken: allein die Reduzierng des Konsums von Fertignahrungsmitteln, Fleisch- und Wurstwaren, Käse und Backwaren spart viel an ” verstecktem Salz” ein. Ersatz ist das Meersalz und die vermehrte Nutzung von frischen Kräutern.
    Vegetarische Ernährung: weltweite Studien zeigen, dass mit vegetarischer Ernärung eine Blutdrucksenkung und eine Cholesterinsenkung erreicht werden kann.
  • Heilfasten: die in Fastenkliniken durchgeführten Studien zeigen, dass Heilfasten neben der erwünschten Gewichtsreduktion eine deutlich blutdrucksenkende Wirkung hat. Fasten sollte generell nur unter Aufsicht eines erfahrenen Fastenarztes durchgeführt werden, besonders dann, wenn blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden!
    Buchinger – Fasten: das klassische Buchinger- Fasten, das vorzugsweise in einer Fastenklinik durchgeführt werden sollte, umfasst eine Trinkkur mit Tee, Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäften. Begleitend sehr hilfreich sind Bewegungstherapie, Physikalische Anwendungen, Förderung der Darmreinigung durch Salze und Einläufe.
    Intervallfasten: gut durchführbar im Alltag, jeweils 8 Stunden lang etwas essen, dann  16 Stunden fasten, wahlweise die Abendmahlzeit oder das Frühstück auslassen.