Antibiotikatherapie Kinder

Kindergartenkinder nehmen die meisten Antibiotika ein – welche Alternativen gibt es?

 

Eine aktuelle Studie der DAK Gesundheit aus dem Jahr 2014 zum Thema Antibiotikatherapie in der Bevölkerung förderte vor allem folgendes zutage:

  •  Über 40% aller Kindergartenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren bekamen in einem Jahr einmal oder mehrfach Antibiotika.
  • Die Hauptgründe dafür waren Bronchitiden, Mittelohrentzündungen und Erkältungen.

Allgemeinmediziner und zunehmend mehr Kinderärzte mahnen zu mehr Gelassenheit und Abwarten bei diesen Infekten, die in der Mehrzahl aller Fälle durch Viren und nicht durch Bakterien ausgelöst werden. Viele Eltern sind darüber nicht informiert und sind froh, wenn durch Antibiotikatherapie die Aussicht auf eine schnelle Heilung besteht, zumal viele von ihnen arbeiten gehen und das Kind zuhause nicht betreuen können.

 

Welche Folgen hat die unkritische Antibiotikatherapie auch bei einfachen Infektionen?

  •  Mittlerweile ist das weltweite Problem der Antibiotikaresistenzen bei schweren bakteriellen Infektionen zur Chefsache vieler Regierungen gemacht worden, da viele Menschen mit Immunschwäche durch die Antibiotikaresistenzen sterben müssen.
  •  Die Entwicklung und Herstellung von so genannten Reserveantibiotika dauert zu lange und ist für viele Arzneimittelhersteller zur kostenintensiv, daher ist von dieser Seite in den nächsten Jahren nicht viel zu erwarten.
  •  Aus homöopathisch- ganzheitlicher Sicht ist die Auseinandersetzung des kindlichen Immunsystems mit Viren eine wesentliche Aufgabe der immunologischen Reifung. Wenn auch banale Infekte unterdrückt werden, dann entsteht häufig eine chronische Infektanfälligkeit, die sich auch weitere Organsysteme ausdehnen kann, zum Beispiel Lungenentzündung anstelle Schnupfen. Homöopathische Ärzte beobachten auch eine Verschiebung der Krankheitsaktivität auf allergische Prozesse.

 

Welche Alternativen gibt es für die Behandlung kindlicher Infekte?

 Ein Kind mit einem fieberhaften Infekt im Kindergartenalter sollte auf jeden Fall vom Kinderarzt gründlich körperlich untersucht werden. Viele Ärzte stellen dann einen Virusinfekt fest, nachdem eine gravierende Lungeninfektion oder ein bakterieller Harnwegsinfekt ausgeschlossen wurden. Sie empfehlen abwarten und symptomatische Maßnahmen wie leichte schmerzlindernde Medikamente, Nasentropfen, etc.

Erfahrene und nicht zu ängstliche Eltern gehen nicht bei jedem Infekt zum Kinderarzt, da sie das Verhalten ihres Kindes bei Infektionskrankheiten schon kennen und es selbständig behandeln können.

Viele von ihnen stehen auch in engem Kontakt mit einem homöopathischen Arzt  oder Heilpraktiker, der aufgrund der Symptome zu einem homöopathischen Arzneimittel raten kann.
Dabei haben sich auch kleine homöopathische Hausapotheken mit einer sinnvollen Auswahl homöopathisch wirkender Akutarzneien in niederen Potenzen sehr bewährt, sodass die unmittelbare Verabreichung des Mittels nach Beratung möglich ist.

Bei schwerwiegender Infektanfälligkeit mit wiederkehrenden Pneumonien oder Harnwegsinfektionen ist eine homöopathische Konstitutionsbehandlung zu empfehlen, die das Risiko solcher bakteriellen Infektionen langfristig senken hilft.

Dazu bewährt ist die Symbioselenkung des Darmes, also die Stimulierung des Darmimmunsystems mit physiologischen Darmbakterien.