Aktivierung der Selbstheilungskräfte

 

Die Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist von großem Wert, um die Kontrolle über die eigene Gesundheit und die Lebensfreude sicherzustellen. Neben einer sinnvollen und notwendigen ärztlichen Diagnostik und Therapie kann jeder Mensch eigentlich tagtäglich etwas tun, um gesund zu bleiben oder es wieder zu werden.

Im Folgenden finden Sie einige gut untersuchte und bewährte Methoden zur Aktivierung Ihrer eigenen Selbstheilungskräfte, bestiummt finden Sie das Richtige für Sie heraus!

 

Autogenes Training

Autogenes Training  ( AT ) kann als eine  Art der Selbsthypnose angesehen werden, autogen heißt : selbst erzeugt. Sie erzeugen den Zustand tiefer Entspannung und Konzentration auf das eigene Innere wirklich selbst. Die Methode des Autogenen Trainings ist nun fast 100 Jahre alt und in vielen Studien bewiesen als eine effektive und einfach zu erlernende Methode zur Minderung von Stress und Stressfolgen.
Viele Krankheiten können sich in ihren Auswirkungen deutlich mindern lassen, wenn die Betroffenen das Autogene Training regelmäßig anwenden. Das trifft zum Beispiel für Schlafstörungen und chronische Schmerzen zu.
Viele Krankenkassen, die Volkshochschulen und kirchliche Einrichtungen bieten Kurse zum Erlernen des AT an.

In meiner Privatpraxis für Allgemeinmedizin und Homöopathie können Sie das Autogene Training in Einzelbehandlung lernen.

 

Ausdauersport

Auch der Ausdauersport ist eine medizinisch anerkannte Methode, um sowohl körperliche als auch seelische Beschwerden selbstständig wirksam zu mindern. Durch viele unterschiedliche Wirkungen im Organismus ergeben sich zum Beispiel psychotrope Effekte mit besserer Laune, mehr Optimismus und und Selbstvertrauen.
Die Wirkung auf den Diabetes mellitus, das Metabolische Syndrom und den hohen Blutdruck ist unbestritten und sollte von jedem damit befassten Arzt unbedingt für seine Patienten empfohlen werden.
Bemerkenswert ist auch eine positive Wirkung bei Krebspatienten, die mit Hilfe von Ausdauertraining die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie reduzieren können, auch die besseren Überlebensraten bei Brust- und Darmkrebs sind dokumentiert.

Aber auch abgesehen von bereits bestehenden Krankheiten ist der Ausdauersport, vor allen Dingen im Verein oder überhaupt in einer Gruppe Gleichgesinnter eine wunderbare Art, die Freizeit zu verbringen und die Freude an der Natur zu genießen.

 

Draußen in der Natur sein

Draußen in der Natur sein, das geht im Wald, auf Wiesen und Feldern, im Garten oder im Park in den Städten.
Das hilft mit, den so wichtigen Vitamin D – Gehalt im Körper zu steigern, auch bei bedecktem Himmel wird die Haut zur Produktion angeregt.

Aber auch das entspannte Gehen und Anschauen des Grüns der Natur hilft, mehr zu sich selbst zu kommen und die Stimmung zu verbessern.
So haben laut Studien Menschen, die einen Garten haben oder in der Nähe von Grünanlagen wohnen, seltener Depressionen, Angststörungen oder stressbedingte Erkrankungen.

 

Ehrenamt – gesellschaftliche Mitarbeit

Ehrenamtliche Mitarbeit in der Gesellschaft, sei es in Sportvereinen, in Alten- und Pflegeheimen, beim Roten Kreuz oder in der Flüchtlingsbetreuung: mehrere internationale Studien zeigen, dass es neben den Hilfeempfängern vor allem auch den den Ehrenamtlichen selbst gesundheitlich gut bekommt.

Man weiß schon lange, dass jede Art von sinnvoller Einbindung in soziale Netzwerke über die positiven gesellschaftlichen Kontake und die Befriedigung bei der Arbeit Menschen resistenter gegen akute und chronische Krankheiten macht und die Stressanfälligkeit verringert.
Die Studienteilnehmer weisen weniger häufig Depressionen auf, ihre Sterbewahrscheinlichkeit geht signifikant zurück und die Lebenszufriedenheit steigt.

Gerade junge Menschen, die es in der Schule schwer haben und/ oder von ihren Mitschülern gemobbt werden, können in ehrenamtlichen Tätigkeiten außerhalb der der Schule ihr Selbstvertrauen stärken und mit mehr Mut und Energie ihre täglichen Aufgaben besser erfüllen.

Vielleicht haben auch Sie schon länger den Wunsch gehabt, einen Teil Ihrer Zeit dem Ehrenamt zu widmen. Regionale Ehrenamtsagenturen über die Stadt oder die Gemeinde helfen gerne weiter.

 

Ernährung

Mit der täglichen Ernährung kann man sich gesund essen oder zugrunde richten. So einfach ist das.
Die Entscheidung, die Selbstheilungskräfte durch bekömmliche, vitalstoffreiche und möglichst naturbelassene Kost zu aktivieren, können Sie jeden Tag beim Einkaufen und Zubereiten Ihrer Speisen neu treffen.
Es gibt im Buchhandel einschlägige Ratgeber über gesunde Ernährung, auch in der Volkshochschule oder bei ausgebildeten ErnährungsberaterInnen kann man sich Anleitungen zu gesunder Ernährung holen, die unbedingt auch kreativ sein sollte und Spass machen.

 

Gesundheit und Heilung visualisieren

Die tief in unserem Unbewussten verborgenen Selbstheilungskräfte lassen sich im Zustand tiefer Entspannung, zum Beispiel durch Autogenes Training oder Heilhypnose aktivieren.
Wenn Sie sich in einem Gefühl von Ruhe und Konzentration auf sich selbst befinden, dann fällt es Ihnen leichter, sich zum Beispiel vorzustellen, wie lebendige und aktive Abwehrzellen die Entzündung und die Bakterien in einem Körperorgan beseitigen und wie mit reinem Quellwasser alle Schlacken und Gifte aus dem Körper hinausfließen. Der positiven Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Im Buchhandelt gibt eine gute Auswahl an Büchern und CD`s, die geführte Meditationen und Visualisierung zu den verschiedensten gesundheitlichen Themen anbieten.

 

Gute Freunde

Freunde im Leben- Freunde fürs Leben- ein stabiler Freundeskreis, eine Gruppe von Menschen, die verlässlich sind, einem das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben, zu denen man Vertrauen haben kann.
Gerade in der heutigen Zeit, in denen Viele so genannte ” Freunde” haben und von vielen ” geliked” werden, ist ein enger Freundeskreis von Menschen,  denen man sich wirklich begegnet und nicht nur virtuell ” chatted”, gesunderhaltend. In Studien waren Menschen mit guten Freunden weniger erkältungs- und stressanfällig und fühlten sich auch in schwierigen Zeiten gut aufgehoben. Das nährt die Hoffnung und den Lebenswillen.

 

Heilfasten

Das Fasten ist so alt wie die Menschheit. In allen Religionen gehören die Tage des Fastens und der inneren Einkehr zu dem Bemühen, Gott zu finden und sich von den wieltlichen Ablenkungen eine Zeitlang zu befreien.
Auch ohne diesen religiösen Hintergrund ist das Heilfasten heutzutage aktueller denn je. Unter der Anleitung von Fastenärzten oder ausgebildeten Fastenbegleitern kann je nach gesundheitlichem Zustand eine ambulante Kur über 5-7 Tage oder eine stationäre Kur für die Dauer von 2-3 Wochen durchgeführt werden.

Es gibt genug Studien, die den gesundheitlichen Wert des Heilfastens bewiesen haben. Als Beispiele seien die Reduzierung des Insulin- und Blutzuckerspiegels beim Diabetes mellitus und beim Metabolischen Syndrom, die Blutdrucksenkung, die Entlastung von Schmerzen bei Arthrose und Rheuma sowie die psychisch entlastenden und stimmungsaufhellende Wikrung genannt.

Weiteres siehe unter :

 

Informationen über Gesundheit aus zuverlässigen Quellen

Um sich bei bestehender Krankheit und unklaren Symptomen gut zu informieren, sollten zunächst der Hausarzt oder behandelnde Fachärzte gefragt werden. Leider besteht aufgrund der Struktur unseres Gesundheitswesens wenig Zeit für den Arzt, alle Details inhaltlich so zu erklären, dass es dem betroffenen Patienten hilft und Sicherheit gibt.
Mit Gesundheitsinformationen wird man im Internet regelrecht überschwemmt und in vielen Fällen kann man eine seriöse Information nicht von solchen Seiten trennen, die eine versteckte Werbung und damit eine Gewinnerzielungs- Absicht enthalten.

Was also tun?

Seriöse Quellen für die Gewinnung von Gesundheitsinformationen sind zum Beispiel:

  • www.patienteninformation.de  – von der Bundesärztekammer und den Kassenärztlichen Vereinigungen
  • www.gesundheitsinformation.de  – vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
  • www.awmf.org/leitlinien/aktuelle-leitlinien.html – Die für jede Krankheit existierenden Ärztlichen Leitlinien der jeweiligen ärztlichen Fachgesellschaften
  • www.bzga.de – Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung hat sehr gute und informatorische hochstehende Webseiten
  • www.thieme.de/de/trias-77.htm – Bücher zu gesundheitlichen Themen vom TRIAS- Verlag

 

In meiner ärztlichen Sprechstunde lege ich großen Wert auf genaue medizinische Aufklärung über die den Patienten betreffende Erkrankung. Gut informiert zu sein über sichere Quellen verstärkt den Arzt- Patientenkontakt auf Augenhöhe.

 

Lachen

Eigentlich müsste man auch ohne wissenschaftliche Studien wissen, dass Lachen gesund ist, von Stress befreit und ansteckend ist. Heute wird ja alles erforscht, ob sinnhaft oder nicht.
Immerhin wissen wir nun auch ganz genau, dass das Lachen besonders das Limbische System  anregt, also den Gehirnbereich, der für unsere Gefühle zuständig ist.
Lachen stimuliert das Immunsystem und ist schmerzlindernd.

Es gibt nun auch Lach-Yoga und nicht zuletzt die Clown- Doktoren, die in Kliniken schwer kranken Kindern wieder Freude und Humor schenken.

Eines der am beeindruckendsten Bücher über das Lachen habe ich in meiner Kindheit gelesen:
Timm Thaler oder das verkaufte Lachen von James Krüss. Ich kann es nur weiterempfehlen, vor allem für die Menschen, die schon lange nicht mehr gelacht haben.

 

Meditation

Es gibt viele Arten zu meditieren. Dass Meditieren nichts mit Esoterik und Gurus zu tun hat, ist spätestens seit den Forschungen des amerikanischen Arztes Jon Kabat- Zinn erwiesen, der seine Methode MBSR ( mind- based stress reduction ) als ein Teil der medizinischen Behandlung von chronisch kranken Menschen eingeführt hat.
Menschen, die nach dieser Methode meditieren, haben einen gesünderen Stoffwechsel, niedrigeren Blutdruck und eine geringere Schmerzwahrnehmung. Auch die Fähigkeit, Stress und Ängste zu mindern, wird deutlich gesteigert.
MBSR- Kurse werden auch von Krankenkassen empfohlen oder bezuschusst.

 

Muskeln trainieren

Regelmäßiges Muskeltraining ist nicht nur etwas für Muskelprotze im Fitness- Studio. Eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur und aktive Bauchmuskeln beugen chronischen Rückenschmerzen vor, die im übrigen immer noch einer der Hauptgründe für Fehlzeiten bei Arbeitnehmern sind.
Im Jahr 2007 entdeckten dänische Forscher die so genannten Myokine, also Botenstoffe, die in der Lage sind, bei regelmäßigem körperlichem Ausdauertraining den Körper in einen anti- entzündlichen Zustand zu versetzen.
Dies hat weit reichende Folgen für die Prävention für die  bekannten Ziviliationskrankheiten, für das gute Funktionieren des Gehirns, für die Stabilisierung der Stimmung und für die Vorsorge gegen Krebserkankungen .

Ausdauertraining und Krafttraining sollte bei chronisch kranken Menschen vorher mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Um einen guten Trainingserfolg zu erreichen, kann es auch sinnvoll sein, sich zum Einstieg einige Trainingsstunden von ausgebildeten Sporttrainern geben zu lassen.
Das ist in guten Fitness- Studios und in Sportvereinen in der Regel möglich.

 

Schlaf als Mittel zur Förderung der Selbstheilungskräfte

Im Schlaf geschehen von uns unbemerkt viele Reparaturvorgänge im Körper, insbesondere das Immunsystem regeneriert sich, nachts wird das STH- das Wachstumshormon ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut.

Dies ist allerdings nur möglich, wenn das vegetative Nervensystem vom ” Aktivitätsnerven” Sympathikus in den ” Erholungsnerven” Parasympathikus umschalten kann. Denn der erholsame, heilungsfördernde Schlaf kann dann besser eintreten, wenn vorher alle beeinflussbaren stressigen Umgebungsfaktoren ausgeschaltet werden, dazu gehören unter anderem auch : mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen das Handy und den PC ausschalten.
Ein wirklich dunkler Raum fördert die für einen physiologischen Schlafablauf notwendige Ausschüttung von Melatonin, dem Schlafhormon.

Der wirkliche Schlafbedarf ist bei den Menschen altersabhängig, beim Erwachsenen sollten aber sechs Stunden pro Nacht nicht unterschritten werden, denn dann kann es statistisch signifikant zu einem erhöhten Risiko von Herz- Kreislauf- Erkrankungen und Übergewicht.

Widmen Sie Ihrem Schlaf mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie Ihrer gesunden Ernährung und Ihrem Sportprogramm.
Anleitungen über gute Bücher gibt es dazu genug. Oder nutzen Sie die deutschlandweit verbreiteten Schlafschulen, die von dem bekannten Schlafforscher Professor Dr. Jürgen Zulley ins Leben gerufen wurden.

Sollten Sie unzufrieden mit Ihrem Schlaf sein, zögern Sie nicht, das mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.
In meiner Praxis gebe ich Schlaffragebögen aus, um die Ursache einer Schlafstörung oder eines unerholsamen Schlafes zu ermitteln.

 

Selbsthilfegruppen finden oder gründen

Selbsthilfegruppen für alle möglichen Krankheiten oder für schwierige Lebenssituationen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten; sie sind ein wichtiger Faktor für die Gesundung auch von schweren Krankheiten und geben den Betroffenen in unserer Gesellschaft Stimme, nehmen Einfluss. Zum Beispiel die Frauenselbsthilfe nach Krebs oder die Anonymen Alkoholiker.

Heutzutage ist es über das Internet viel leichter geworden, in der Region, in der man lebt, Verbündete zu finden. Sich treffen, sich austauschen und sich gegenseitig helfen, das hilft, verloren gegangenes Vertrauen in sich selbst und andere Menschen zurückzugewinnen.